Abschied von Ulla Schulze zur Wiesch

Die Soester Tafel und die damit verbundene Möglichkeit, sich für den wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln und für sozial benachteiligte Menschen zu engagieren, ist für Ulla Schulze zur Wiesch der "schönste Arbeitsplatz" gewesen.

 

Ulla Schulze zur Wiesch19 Jahre lang hat Ulla Schulze zur Wiesch den Tafelalltag als Mitarbeiterin gemanagt, Ende Juni war nun ihr letzter Arbeitstag. Die Soester Tafel hat sich bei Frau Schulze zur Wiesch mit einer kleinen Abschiedsfeier "Im Paradies" im Soester Stadtpark für ihr jahrelanges Wirken für die Soester Tafel bedankt. Über 50 Tafelhelfer und Menschen, mit denen sie in den vergangenen Jahren Kontakt hatte, waren zu der Abschiedsfeier gekommen.

Michael König bedankte sich im Namen des Vereinsvorstandes bei "Ulla" für die langjährige Tätigkeit, die sie mit großem Engagement ausgeübt hat. Er hob besonders die enorme Identifikation mit den Tafelzielen ("Retten" von nutzbaren Lebensmitteln und Einsatz für einkommensschwache Haushalte) hervor. In der Ansprache wurde auch auf das stetige Wachstum der Soester Tafel in den zurückliegenden Jahren hingewiesen. Wurden anfangs 20 Mittagessen täglich ausgegeben und die Lebensmittel noch mit privaten PKWs eingesammelt, sind es heute schon wöchentlich rund 400 bis 500 Mittagessen und zusätzlich erhalten rund 1000 Menschen pro Woche die mit zwei Kühltransportern abgeholten Lebensmittel („Tütenausgabe“). Dafür sind täglich zwischen 20 und 25 Helfer für die Tafel im Einsatz.

Alle diese Entwicklungen und der Umzug von der „Niere“ in das Thomä-Gemeindehaus etc. wurden von Frau Schulze zur Wiesch organisiert und in den Tafelalltag integriert. Ebenso hat sich die Soester Tafel unter " Ullas Regie" zu einem sozialen Treffpunkt und einem "zu Hause" für viele Gäste und Mitarbeiter entwickelt.

Ulla Schulze zur Wiesch wies in Ihrem Rückblick auf ihre langjährige Tätigkeit hin, dass Tafelarbeit immer Teamarbeit gewesen sei und alles nur gemeinsam gelingen konnte. Die Soester Tafel und die damit verbundene Möglichkeit, sich unmittelbar für den wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln und für sozial benachteiligte Menschen zu engagieren, sei für sie "der schönste Arbeitsplatz gewesen". Noch heute sei sie immer wieder fassungslos, wenn sie die großen Mengen guterhaltener Lebensmittel sähe, die der Tafel überlassen werden.

Die Feier bot den vielen Gästen Gelegenheit, sich noch einmal persönlich zu bedanken und sich von Ulla zu verabschieden. Ein Abschied, der beiden Seiten sicher schwerfällt. Das Ulla Schulze zur Wiesch "Tafel nicht ganz lassen kann" machte sie deutlich in dem sie ankündigte, nach einer Pause sicher für einzelne Aktionen ehrenamtlich gerne zur Verfügung zu stehen.

Die Abschiedsfeier bot auch die Gelegenheit, ihre Nachfolgerin Maike Oesterhaus den Gästen vorzustellen. Maike wurde in den letzten 2 Monaten schon von Ulla in den Tafelalltag eingearbeitet und viele wertvolle Kontakte weitergegeben. Schon nach dieser kurzen Zeit ist klar, dass die Soester Tafel auch bei der neuen Koordinatorin "in guten Händen ist".